Milchreisauflauf mit Erdbeeren und Baiserhaube und meine Gedanken zum Thema Milch.

Werbung Einen Satz, den ich nicht hören möchte: „Mama, die Milch ist alle!“ Wäre dem so, müßte ich meinen Kaffee schwarz trinken und das geht nicht. Nur im äußersten Notfall. Also muss immer Milch im Haus sein. Für meinen Kaffee, für`s Müsli, zum Backen.

Heute geht es nicht um ein spezielles Produkt. Heute geht es um die Milch und das Milch trinken im Allgemeinen. Ich könnte- wenn ich wollte- Milch trinken, denn ich reagiere weder allergisch auf sie, noch bin ich laktoseintolerant. Während um mich herum immer mehr Freundinnen um Soja Milch im Café bitten, bestelle ich meinen Latte Macchiato ohne Änderungswünsche. Ich trinke Milch nicht pur. Ich benötige sie als Zusatz und ich esse sehr gerne alles, was aus ihr gemacht wird. Vorne weg Quark, Käse, dann Kefier, Joghurt, Buttermilch.

Rezept: Milchreisauflauf mit Erdbeeren und Baiserhaube | waseigenes.com

Viele Informationen, viele Mythen und unzählbar viele Meinungen gibt es zu Milch. Milch soll gut für die Knochen sein, schlecht für den Magen, soll beim Abnehmen unterstützen und Milch macht müde Männer munter. Ich kann das alles weder belegen noch wiederlegen, denn ich bin keine Wissenschaftlerin. Ich weiß nur: wir brauchen Milch, nicht in Massen, aber immer ein bis drei Tüten auf Vorrat im Haus.

Welche Tüten das sind, da bin ich mir jedoch sicher. Selten, bis gar nicht kaufe ich Milch von den großen bekannten Herstellern. Nachdem ich vor einigen Jahren mal eine Reportage zum Thema Milchabfüllung und die verschwindend geringe Bezahlung der Milchbauern gesehen hatte, war ich über diese Machenschaften so entsetzt, dass ich mich beim nächsten Einkauf nach einer Alternative umgesehen habe. Und ich habe eine gefunden. Sternenfair (keine Werbung) wirbt damit, dass ihre Bauern fair bezahlt werden. Das finde ich gut und hoffe darauf, dass das auch wirklich stimmt und so zahle gerne ein paar Cent mehr für unsere Milch.

Mein Gewissen ist damit beruhigt. Aber was ist mit der Moral? Milch wird von Kühen produziert, damit sie ihre Kälber füttern können. Die Kälber werden ihnen jedoch meist sehr früh weggenommen, damit sie für uns ihre Milch produzieren. Beim Googlen bin ich auf haarsträubende Informationen gestoßen. Ich lese, fühle mich schlecht, lasse meinen Milchkaffee kalt werden. Ob alle diese Infos und Berichte der Richtigkeit und Wahrheit entsprechen, wage ich nicht zu behaupten. Es ist ein Dschungel an Informationen, durch die Normalsterbliche selten durchblicken und das geht mir manchmal ganz schön auf den Wecker.

Rezept: Milchreisauflauf mit Erdbeeren, Quark und Baiserhaube | waseigenes.com

Was kann, soll, muss ich tun, um ein moralisch guter Mensch zu sein? Kleidung kaufen, die in Bangladesch hergestellt werden? Sicherlich nicht. Tue ich trotzdem. 125 g Blaubeeren in einer viel zu großen Plastikverpackung kaufen? Eigentlich auch nicht. Aber soll ich sie in der Hand zur Kasse tragen? Bio-Paprika aus Israel in den Einkaufswagen legen? Himmel, nein! Darauf verzichte ich gerne.

Wir leben in einem Lebensmittel Schlaraffenland und wissen doch nicht wonach wir greifen sollen. Uns fliegen die gebratenen Hühnchen in den Mund, aber sie schmecken fad. Die Vergangenheit wird verklärt, die heutige subventionierte Lebensmittelbranche verteufelt. Früher war alles besser. Früher war immer alles besser. Dass das nicht so ist, wissen wir doch eigentlich alle. Vielleicht geht es uns heute zu gut? Vielleicht meckern und jammern wir zu viel? Heute gibt es nichts, was es nicht gibt. Das fängt mit der geschlossenen Kühlkette an und hört mit der alljährlichen Verfügbarkeit der Avocado auf.

Rezept: Milchreisauflauf mit Erdbeeren, Quark und Baiserhaube | waseigenes.com

Ich habe irgendwann für meine Familie und mich entschieden: der goldene Mittelweg ist der Richtige. Ich schaffe es einfach nicht, jeder neu belegte Wahrheit rund um Lebensmittel- sei es bio und öko, sei es super foods und gesunde Ernährung, hinterher zu hetzen, um mich moralisch gut zu fühlen.
Wenn ich die Wahl habe, dann greife ich zu regionalen Lebensmitteln. Ich würde ja zu gerne öfter regionale Milch kaufen, aber die gibt es nur als frische Vollmilch und auch wenn ich mir jeden Morgen einen Schwapp Milch in den Kaffee kippe- für frische Milch ist in meinem Kühlschrank kein Platz. Also kaufe ich mal haltbare, mal regionale frische Milch. Solche Entscheidungen sind bei mir tagesformabhängig und mit der Überlegung, was ich aus den Lebensmitteln machen möchte- also, wann ich sie verarbeite und esse.

Rezept: Milchreisauflauf mit Erdbeeren und Baiserhaube | waseigenes.com

Der Wunsch eine weiße Weste zu kaufen ist da, aber nicht immer leicht in die Tat umzusetzen. Ich kaufe das, was uns schmeckt, oft regional, manchmal fair, hin und wieder bio. Es sei denn, die bio Lebensmittel kommen aus fernen Ländern und haben mehr Plastikverpackung, als herkömmliche Lebensmittel. Und auch wenn ich bei einigen Produkten weiß, dass sie moralisch eigentlich verwerflich sind, kaufe ich sie, weil sie mir schmecken, weil sie uns gut tun, weil es sie gibt.

Ich halte Milch für ein leckeres und gutes Lebensmittel, bin eine Milchtrinkerin (meist über den Kaffee oder das Müsli), denn ich mag sie und weiß, dass sie viele Nährstoffe beinhaltet. Kalzium, Magnesium, Jod, Zink und viele mehr. Selbst, wenn wir hier alle keine Milch pur trinken- ohne Käsestulle wäre das Leben nur hals so schön!

Solltet Ihr Milchtrinker sein- egal ob regional, öko, von großen Herstellern, von kleinen Erzeugern, dann empfehle ich Euch heute diesen leckeren Milchreisauflauf mit Erdbeeren (aus der Region). Er ist ein wirklich leckeres Dessert oder für heiße Tage eine süße Alternative zum deftigen Mittagessen.

Hier kommt das Rezept für Euch:

1 Liter Milch
25 g Zucker
1 Prise Salz
230 g Milchreis

Nach Packungsangaben kochen und abkühlen lassen.

250 g Erdbeeren waschen, in Stücke schneiden und zusammen mit
250 g Magerquark unter den Milchreis heben. Die Milchreis-Erdbeeren-Quark Masse in eine Auflaufform umfüllen.

3 Eiweiß aufschlagen und kurz bevor es fest wird
60 g Zucker
1 Messerspitze Mondamin dazugeben

Den Baiser auf den Milchreis verteilen und ca. 30 Minuten bei 180°Grad im Ofen backen. Sollte die Baiserhaube zu dunkel werden, am besten ein Stück Backpapier auf den Auflauf legen und dann weiterbacken.

200 g Erdbeeren waschen, in Stücke schneiden und mit
20 g Zucker im Topf kurz erhitzen, bis sie leicht matschig sind und Flüssigkeit abgegeben haben.

Die Erdbeeren auf den fertigen Auflauf geben und dann heißt es nur noch genießen. Egal, ob warm aus dem Ofen, zimmerwarm ein paar Stunden später oder kalt aus dem Kühlschrank am nächsten Tag- schmeckt lecker! ;-)

Lasst es Euch schmecken und lasst mich doch mal wissen, ob Ihr Milchtrinker seid und wie Ihr zu dem Thema steht.

Liebe Grüße, Bine

 

Dieses Posting ist in Zusammenarbeit mit der Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW e.V. entstanden. Ich bedanke mich für die Kooperation und den Anstubser, mich mit dem Thema Milch einmal auseinanderzusetzen und mich ihm zu widmen. Solltet Ihr weitere Infos haben wollen, dann schaut Euch mal auf der Webseite Dialog Milch und der dazugehörigen Verbraucherkampagne Milchtrinker um.

 

 

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